Ein Kreis aus weichen Aquarellformen in Terrakotta, Pfirsich und Beige: links wie ein sanfter Tropfen, rechts wie ein Zweig mit Blättern.

21.10.2026

Dein Zykluskalender: so funktioniert er

Der Zykluskalender ist ein Ort, an dem du in wenigen Sekunden festhältst, wie es dir heute geht. Aus deinen Einträgen entstehen Linien und Farben, die deinen Zyklus sichtbar machen. Hier erkläre ich dir, was die Felder bedeuten, was die Kurven zeigen und wie der Kalender rechnet.

Der Kalender zeigt, er wertet nicht.

Dein Eintrag

Jeden Tag gibt es sieben Felder:

Du tippst auf den Wert, der heute am besten passt. Tippst du ihn noch einmal an, verschwindet er wieder. Alles wird automatisch gespeichert. Vergangene Tage kannst du nachtragen, Tage in der Zukunft nicht.

Darunter findest du Felder „nur wenn du magst“: Haut, Zervixschleim, Temperatur (am besten direkt nach dem Aufwachen gemessen, noch vor dem Aufstehen), Bewegung, eine Auswahl an Dingen, die heute zutrafen (zum Beispiel Blähbauch, Heißhunger, Brustspannen, Koffein oder Alkohol), und Platz für eigene Notizen.

Dein Verlauf

Im Verlauf siehst du die letzten 30 Tage. Jedes Feld hat sein eigenes Bild: Die Blutung erscheint als Balken, alle anderen als Linien. Jedes Bild sagt dir, was oben bedeutet, zum Beispiel „oben: Energie voll“ oder „oben: Schlaf tief“. Oben ist dabei nicht immer besser. Bei der Anspannung heißt oben „sehr angespannt“.

Ein Bild erscheint erst, wenn du an mindestens zwei Tagen etwas dazu eingetragen hast. Felder, die du nicht verfolgst, tauchen also gar nicht erst auf.

Bewegung, Notizen und die Dinge, die heute zutrafen, werden nicht als Linie gezeichnet. Wenn du auf einen Tag tippst, siehst du sie aber alle gesammelt. Der Schmerz hat dagegen sein eigenes Bild direkt unter der Blutung, damit du sehen kannst, wann er auftritt und wie stark.

Fehlt ein Tag, bleibt an dieser Stelle eine Lücke. Der Kalender verbindet nichts, was du nicht eingetragen hast.

Wie der Kalender deine Phasen berechnet

Die Farben im Hintergrund zeigen dir, welche Phase gerade ungefähr ist. Dafür braucht der Kalender nur eine Information: wann dein Zyklus angefangen hat.

Als Zyklusbeginn zählt der erste Tag einer Blutung, die mindestens zwei Tage dauert. Eine Schmierblutung zählt nicht, eine einzelne Zwischenblutung auch nicht, und eine neue Blutung weniger als 15 Tage nach dem letzten Beginn ebenfalls nicht. An Tagen mit Blutung fragt dich der Kalender kurz, ob das der erste Tag deiner Periode war. Wenn er danebenliegt, stellst du es dort mit einem Tipp richtig.

Wenn du gerade nicht blutest, während du anfängst, kannst du im Bereich „Dein Zyklus“ eintragen, wann deine letzte Periode angefangen hat. Dann weiß der Kalender sofort, wo du stehst, statt auf deine nächste Periode zu warten.

Sobald der nächste Zyklus beginnt, rechnet der Kalender rückwärts und verteilt die Phasen auf den vergangenen Zyklus:

Bei einem Zyklus von 28 Tagen mit fünf Tagen Blutung sieht das so aus: Tag 1 bis 5 Vata, Tag 6 bis 14 Kapha, Tag 15 bis 21 Pitta, Tag 22 bis 28 Pitta zu Vata. Blutest du kürzer oder länger, verschiebt sich der Anfang entsprechend. Ist dein Zyklus kürzer oder länger, wandert vor allem die Kapha-Phase mit. Bei sehr kurzen Zyklen werden die Abschnitte entsprechend kleiner.

Solange dein Zyklus noch läuft

Solange dein aktueller Zyklus läuft, kennt der Kalender sein Ende noch nicht. Was er dir dann zeigt, hängt davon ab, ob du hinterlegt hast, wie lang dein Zyklus meistens dauert.

Hast du nichts hinterlegt und noch nicht mindestens zwei vollständige Zyklen eingetragen, zeigt er nach den Tagen deiner Blutung „Kapha (vorläufig)“ in hellerer Farbe. Hast du schon mindestens zwei vollständige Zyklen eingetragen, rechnet der Kalender mit deinen eigenen Zyklen. Das gilt auch dann, wenn du selbst eine Spanne hinterlegt hast: Deine eigenen Zyklen haben Vorrang.

Hast du eine Spanne hinterlegt, zum Beispiel 27 bis 30 Tage, rechnet er nach vorn und zeigt dir die voraussichtlichen Phasen in blassen Farben. Wo zwei Phasen in Frage kommen, steht „Übergang“ statt einer scharfen Grenze. Denn niemand weiß auf den Tag genau, wann die eine in die andere übergeht.

Ist deine Spanne sehr weit, mehr als zwei Wochen, zeigt der Kalender gar keine Vorschau. Lieber nichts anzeigen als eine Richtung, die in die Irre führt.

Und dauert dein Zyklus diesmal länger als gewohnt, hört die Vorschau einfach auf. Der Kalender zählt die Tage weiter und sagt dir, dass es länger dauert als zuletzt. Das ist keine Bewertung, nur eine Beobachtung.

Sobald du die nächste Blutung einträgst, werden alle Phasen rückwirkend genau gesetzt. Die Rückschau hat immer recht, die Vorschau ist nur eine Richtschnur.

Das ist eine ungefähre Orientierung, keine Messung. Der Kalender erkennt keinen Eisprung und misst keine Hormone. Temperatur und Zervixschleim fließen nicht in die Berechnung ein, sie sind für dich da, damit du deinen Körper kennenlernst. Zur Verhütung oder Familienplanung ist er nicht gedacht. Was die Phasen im Ayurveda bedeuten, findest du im Impuls „Schmetterling, Löwe, Elefant“.

Was, wenn du einen Tag auslässt?

Dann passiert nichts Schlimmes. Der Kalender hat an diesem Tag eine Lücke, mehr nicht. Alles andere bleibt, wie es ist.

Nur ein Tag ist besonders: der erste Tag deiner Blutung. Fehlt er, beginnt dein Zyklus im Kalender erst mit dem ersten Tag, den du eingetragen hast, und die Phasen verschieben sich um diese Tage. Trägst du den Tag später nach, rechnet der Kalender alles neu. Du kannst das Datum auch im Bereich „Dein Zyklus“ hinterlegen, ohne eine Blutung einzutragen, die du nicht beobachtet hast.

Deine Daten

Deine Einträge bleiben nur auf deinem Gerät. Das gilt auch für die Angaben unter „Dein Zyklus“. Sie werden nirgendwohin gesendet und sind für mich nicht sichtbar. Der Nachteil: Wenn du den Browserspeicher löschst oder das Gerät wechselst, sind sie weg. Deshalb lohnt sich einmal pro Woche der CSV-Export im Bereich „Daten“. Und wenn du den Kalender auf den Startbildschirm legst, öffnet er sich wie eine App.

Probier ihn gern ein paar Tage aus: Zum Zykluskalender

Wenn du magst, schauen wir gemeinsam, was dir dein Zyklus erzählt.

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